Schon gewusst


 

Marion Pletz möchte mit der Seite
" Schon gewusst "
die häufig gestellten Fragen von Hundeliebhaber hier beantworten, so das jeder Hundebesitzer etwas für sich und seinen Hund zur Hilfe mitnehmen kann.



 

Fellpflege bei unterschiedlichen Hunden. 

Das Haarkleid eines Hundes braucht ca 24 Monaten bis es sich voll entwickelt hat. Nun kann der Pflegeaufwand etwas geringer werden – oft reicht es dann, wenn man den Hund nur alle zwei Tage gründlich kämmt und bürstet, wobei es natürlich immer vor allem auf die Beschaffenheit des Haarkleides ankommt, nach welcher sich die Intensität der Fellpflege richtet.
Fellpflege

Die Frage, wie aufwändig die Fellpflege bei einem Hund ist, kann man kaum pauschal beantworten, denn das hängt einerseits vom Alter des Hundes ab, weil Hunde unterschiedliche Phasen ihrer Fellbeschaffenheit durchlaufen.
In jedem Fall sollte der Hundebesitzer folgende passende Equipments bereithalten:
• Eine Drahtbürste
• einen Floh & Gesichtskamm
• einen Metalkamm
• eine Krallenzange
• eine abgerundete Zupfzange
• eine vorne abgerundete Schere
• ein gutes Hundeshampoo, eine Haarmaske oder Haarbalsam
Nachfolgend werden nun die Pflegeschritte ausführlich beschrieben.

 

Welpenpflege

 


Ein kleiner Welpe kommt ins Haus und so können Sie in kleinen Schritten mit Ihrem Liebling die Pflege erlernen.




 

Wechselt der Hund im Alter von ca. acht Monaten vom Welpenfell/Haar ins Erwachsenenfell, neigen die Haare stark zum Verfilzen und das bedeutet, dass der Hund in dieser Phase am besten konsequent täglich gründlich gekämmt und gebürstet werden sollte. Unterbleibt die Fellpflege oder führt man sie nur unregelmäßig durch, verbleiben die losen Haare im Fell und verweben sich mit den festen Haaren, was zur einer Filzschicht über der Haut führen kann, die dann daran gehindert wird, zu atmen. So entsteht nicht nur Juckreiz, sondern diese Filzschicht bildet auch eine ideale Brutstelle für Bakterien, Pilze und Parasiten.

Ist die Verfilzung zu stark, als dass man sie mit einem Kämmhilfespray und dafür geeigneten Pflegewerkzeug entfernen kann, ohne dass dies für den Hund zu einer schmerzhaften Tortur wird, bleibt nur noch der Weg der Schur. Insofern kann man sich natürlich fragen, ob es nicht sinnvoll ist, das Fell schon im Vorfeld zu kürzen, bevor Filz entsteht und so den Pflegeaufwand geringer zu halten.
Die Frage muss jedoch leider mit einem klaren nein beantwortet werden, denn auch das gekürzte Fell neigt zum Verfilzen und erfordert einen hohen Pflegeaufwand. 

Ab dem 18. bis 24. Monat
Allerdings dürfen die Besitzer hoffen, dass wenn sich im Alter von ca 18 Monaten bis 24 Monaten das Haarkleid voll entwickelt hat, der Pflegeaufwand – je nach Fellbeschaffenheit des Hundes – sich auch wieder verringern kann. Doch so lange mit der Fellpflege zu warten, ist natürlich nicht möglich und darum sollte man den Welpen schon rechtzeitig an das Kämmen und Bürsten gewöhnen, damit er es sich nicht nur gerne gefallen lässt und sie als ganz selbstverständlich ansieht, sondern es sogar ganz stressfrei genießen kann.

 

Gleichwohl ist aber nicht jeder Hund gleich und ob sich der Hund die Fellpflege hingebungsvoll gefallen lässt oder das Kämmen und Bürsten gar nicht mag, ist auch vom Charakter des Hundes abhängig. Trotzdem hilft es, ihm die Fellpflege durch positive Bestärkung wie Lob, Belohnungen und Leckereien schmackhaft zu machen.

Um das Bürsten und Kämmen für den Hund so angenehm als möglich zu machen, kann man zuvor ein Pflegespray auf das Fell sprühen, welches das Kämmen und Bürsten erleichtert, weil es das Fell gleitfähiger macht und so Knoten und Filz aufgelöst werden kann.

 

Am leichtesten geht die Fellpflege vonstatten, wenn der Hund es gelernt hat, sich auf die Seite legen zu lassen. So kann man mit einer Drahtbürste oder einem Kamm an der Unterseite des Bauches anfangen und sich Scheitel weise bis zum Rücken vorarbeiten.

Dabei ist es wichtig, dass man immer bis in die Tiefen des Felles, dort wo es an der Haut ansetzt, arbeitet, denn dort bildet sich der Filz am schnellsten. Auch die Stellen unter den Achseln und hinter den Ohren sollten mit ganz besonders viel Sorgfalt bearbeitet werden, denn dort verknoten die Haare sehr schnell.

 

Gerade bei vielen langhaarigen Hunden erhalten Welpenkäufer oft den Rat des Züchters, die Hunde öfter zu baden, weil das die Fellpflege erleichtert. Tatsächlich weist ein frisch gebadetes Fell den Schmutz ab und lässt sich leichter kämmen – vor allem wenn man zum milden Hundeshampoo auch noch Spülungen oder Conditioner verwendet. 

Ebenso wie die Frage, ob man das Fell vor oder nach dem Bad entfilzt, denn ein verfilztes Fell lässt natürlich kaum Wasser und Shampoo an die Haut und darum löst sich dann dort auch der Schmutz nicht und die pflegenden Lotionen werden ebenfalls nicht wirksam. Andererseits ist das Fell nach dem Bad durch verwendete Spülungen oder wasserlösliche Pflegeöle leichter kämmbar und die Filzballen lassen sich somit leichter entfernen.

 

Doch egal für welchen Weg man sich entscheidet – wichtig ist, dass das Fell des Hundes gut durchnässt wird, bevor man das Hundeshampoo gleichmäßig darin verteilt und dass die Pflegeprodukte nach dem Einwirken auch wieder mit viel klarem Wasser ausgespült werden.

Wie bei allen langhaarigen Hunden gilt auch beim Trocknen, dass das Fell nicht trockengerubbelt oder frottiert werden sollte, sondern dass man die Feuchtigkeit mit dem Handtuch nur ausdrückt, damit man die Verfilzung der Haare nicht fördert und dass man anschließend den Föhn nutzt, um das Fell zu trocknen.

 

Ihr Hund wird es Ihnen Danken 🐕









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Marion Pletz